Pottwal (Physeter catodon)
Bestand: beinahe gefährdet
Größe: 11 - 18 m
Gewicht: 20 - 50 t
Vorkommen: alle Meere, bevorzugen tiefe Gewässer
Nahrung: vor allem Kalmare, auch andere Kopffüßer,
Fische und Krebstiere (Garnelen)
Pottwale sind dunkelgrau bzw. dunkelbraun und haben einen hellgrauen
Fleck am Bauch. Ältere männliche Tiere haben oft eine
Vielzahl von Narben auf der Haut, insbesondere am Kopf, die
teils auf innerartliche Kämpfe zurückzuführen
sind, teils von den Saugnäpfen großer Tintenfische
stammen. Im hinteren Körperdrittel ist die Haut sehr faltig,
was bei wohlgenährten Tieren jedoch nicht so offensichtlich
erkennbar ist. Der große Kopf, der ungefähr 1/3 der
Körperlänge ausmacht, wirkt beinahe rechteckig. Das
Blasloch ist gewöhnlich nach links versetzt, wandert aber
bei älteren Tieren manchmal zur Mittellinie. Die Flipper
des Pottwals sind klein und paddelförmig. Eine Finne ist
nur als kleine Erhebung vorhanden und wird auch Buckel genannt.
Dahinter verläuft ein Buckelkamm entlang der Rückenlinie
bis zur dreieckigen Fluke, die sehr breit und tief gekerbt ist.
Im großen Kopf, der ungefähr ein Drittel der Körperlänge
ausmacht, befindet sich das Walratkissen (siehe auch Physeteroidea).
Frühe Walfänger hielten die wachsartige Flüssigkeit
für das Sperma des Wals, sie wird auch heute noch Spermacet
genannt. Dieser Verwechslung verdankt der Pottwal übrigens
seinen englischen Namen sperm whale bzw. im Deutschen Spermwal.
Gejagt wurde der Pottwal vor allem wegen seines Blubbers und
des Walrats, das als Grundstoff für hochwertige technische
Öle eingesetzt wurde. Das Fleisch der Pottwale soll jedoch
für den Menschen ungenießbar sein und wurde gewöhnlich
zu Tierfutter verarbeitet. Aus den Zähnen der Pottwale
fertigten die Walfänger kunstvolle Gegenstände. Dieses
Handwerk heißt im Englischen wie im Deutschen Scrimshaw.
Der im Darm einiger Tiere gefundene Amber (auch Ambra genannt),
unverdaubare Reste von verzehrten Tintenfischen, diente als
wertvoller Rohstoff für die Parfumindustrie.